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Kniegelenk: Knieschmerzen / Kniebeschwerden

Kniegelenk – Behandlung von Knieschmerzen

Aufbau des Kniegelenks

Bei Sportunfällen ist das Knie am häufigsten betroffen. Auch Alltagsverletzungen des Kniegelenkes, Überlastungen und hoher Verschleiß führen zu Knieschmerzen. Diese können sehr langsam, schleichend, sich steigernd einsetzen, aber auch mit einem Schlag massiv beginnen. Schmerzen am Knie bewirken oft deutliche Einschränkungen für Beruf und Alltag, aber auch zu Verlust der sportlichen Leistungsfähigkeit. Unbehandelt führen viele Krankheitsbilder des Kniegelenkes zu chronischen Entzündungen und zu verstärktem Verschleiß (Arthrose).

Anatomie und Funktion

Das Kniegelenk verbindet den Oberschenkelknochen (Femur) mit dem Schienbeinknochen (Tibia) und der Kniescheibe (Patella) zusammen zu einem großen Gelenk. Man unterscheidet im Kniegelenk 2 unterschiedliche Kontaktregionen: Einerseits zwischen Femur und Tibia (Femorotibialgelenk), andererseits zwischen Femur und Patella (Femoropatellar- oder Retropatellargelenk).

Die Kniescheibe wirkt wie eine Umlenkrolle für die Sehne des Oberschenkelmuskels auf der Vorderseite (Quadriceps). Im Gelenk sind die Knochenkontaktflächen mit 3-4 mm dickem, extrem glattem Gelenkknorpel überzogen, der ein reibungsloses Gleiten der Knochen gegeneinander erlaubt. Eine feste Gelenkkapsel umschließt den Gelenkinnenraum und produziert die Gelenkschmiere. Diese Flüssigkeit überzieht alles hauchdünn, vermindert die Reibung und ernährt den Knorpel. Gelenkkapsel, Bänder, Oberschenkel- und Unterschenkelmuskulatur mit Sehnen und Menisci gewährleisten Zusammenhalt, Stabilität und kontrollierte Beweglichkeit des Gelenkes.

Die Menisci bestehen aus gummiartigem elastischem Faserknorpel und liegen im Gelenk auf der Innen- und Außenseite. Sie erfüllen eine wichtige Kraftverteilungs- und Stoßdämpferfunktion und ergänzen die ungleiche Passform von Femur und Tibia. Wichtigste Stabilisatoren im Gelenk sind die zentralen sehr kräftigen Kreuzbänder. Seitlich außerhalb stabilisieren das Innen – und Außenband das Gelenk.

Beim Bewegen des Kniegelenkes läuft die Kniescheibe in Längsrichtung auf dem Oberschenkel in einer Vertiefungsrinne (Trochlea), in die sie bei zunehmender Beugung immer mehr hineingepresst wird. Der stabile Kapselbandapparat erlaubt außer Streckung und Beugung noch eine geringe Rotation um die Beinlängsachse.

Ein funktionierendes Nervensystem meldet an Rückenmark und Gehirn den Bewegungs- und Spannungszustand des Gelenkes, der Bänder, Sehnen und Muskeln und steuert diese durch elektrische Impulse. Je besser alle Strukturen trainiert sind, desto besser kann ein Gelenk auch hohe Belastungen ohne Schäden durchführen und ertragen.

 

Arthroskopische Operationstechnik (Kniearthroskopie)

Wenn konservative  Behandlungen nicht ausreichen, kann oft  nur eine Operation zur Beschwerdefreiheit und zur erneuten Sportfähigkeit führen. Früher waren am Kniegelenk dazu große Schnitteröffnungen nötig mit starken Belastungen, Risiken und Schmerzen für die Patienten.

Die endoskopische OP-Technik an Gelenken nennt man Gelenkspiegelung (Arthroskopische OP). Sie ermöglicht über Minischnitte große Behandlungserfolge. Mit Hilfe einer dünnen Optik und Videokamera werden die Bilder vom Gelenkinnenraum auf einen großen Bildschirm übertragen.

Erst mit Minisonden ist es möglich geworden, sehr genau alle Ecken des Gelenkes einzusehen, präzise zu beurteilen und gleichzeitig mit Miniatur- Operationsinstrumenten diese Stellen zu erreichen und die Schäden zu behandeln.

Am Anfang der OP wird zunächst der gesamte Gelenkinnenraum untersucht (Diagnostik), sozusagen TÜV-Check. Erst danach wird mit den operativen Behandlungsmaßnahmen begonnen (Therapie).

Die minimal-invasive OP-Technik reduziert die Belastungen und Risiken einer OP erheblich. Gleichzeitig erlaubt sie früher eine intensivere  Rehabilitation und früher die Rückkehr zur Alltagsbelastung und zum Sport.

Narkosetechnik: Meist wird die OP in Vollnarkose durchgeführt, selten in Spinalanästhesie. In ausgewählten Einzelfällen kann die OP-Durchführung in Lokalanästhesie diskutiert werden.

OP-Durchführung: Viele arthroskopische Operationen am Kniegelenk können ambulant durchgeführt werden. Bei aufwendigeren Operationen, evtl. mit höheren OP-Risiken (z.B.  Nachblutungsgefahr) oder erhöhtem Nachbeobachtungsbedarf nach der Narkose sollte eine kurzstationäre Durchführung diskutiert werden.

 

Knieschmerzen – Symptome bei Kniebeschwerden

Viele Symptome können gleichzeitig oder auch nur allein auftreten:

  • Leichter unangenehmer Druck bis hin zu massiven stechenden Schmerzen ist möglich.
  • Schmerzen in Ruhe, bei leichter Belastung oder erst bei massiver Sportbelastung.
  • Druck- und Spannungsgefühl.
  • Schwellung, Überwärmung, Hitzegefühl.
  • Blockaden, Einklemmungen, Schnappen, Klicken, Reiben, Gefühl als ob etwas rausrutscht oder sich wieder einrenkt.
  • Leichtes Unsicherheitsgefühl mit schneller Ermüdbarkeit bis hin zur massiven Instabilität mit dauerndem Ausrenken.
  • Anlaufschmerzen, v.a. morgens beim Aufstehen.
  • Schmerzen nur bei speziellen Belastungen wie z.B. Treppe abwärts gehen.

 

Diagnostik

Wichtige Informationen ergeben sich im Vorgespräch mit dem Patienten über Vorerkrankungen, Vorbehandlungen, die Schilderung von Beschwerdebeginn, -ursache sowie Art der Beschwerden (Anamnese).

Die körperliche Untersuchung mit Feststellen der Befunde am Kniegelenk und dem sonstigen Bewegungsapparat ist der nächste wegweisende Schritt.

Es folgen Röntgen, eventuell Kernspin-Tomographie (auch NMR, MRT oder MRI genannt), die Schnittbilduntersuchung in der Röhre mittels Magnetismus.

Laboruntersuchungen im Blut, Punktion von Gelenkflüssigkeit mit weiterer chemischer oder bakteriologischer Analyse, CT (Computertomographie, die Röntgenschichtaufnahme) oder auch Skelettszintigraphie können Zusatzinformationen liefern.

Letztendlich können bei der OP gewonnene Körperteile angefärbt werden und dann unter dem Mikroskop feingeweblich untersucht werden (Histologie).

 


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Kniegelenk (399,7 KiB)

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