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Beschwerden/Schmerzen im Hüftgelenk

Hüftgelenk / Hüftschmerzen

Hüftgelenk
Hüftgelenk

Das Hüftgelenk besteht aus dem abgerundeten Hüftkopf und der schalenförmigen Hüftgelenkspfanne. Es bildet die flexible Verbindung zwischen den Beinen und dem Rumpf.

Die Kontaktflächen der beiden Knochenstrukturen sind mit einem weichen Knorpelgewebe überzogen. Die Ernährung des Knorpels sowie die Schmierung des Gelenks werden durch die von der Schleimhaut gebildeten Synovialflüssigkeit gewährleistet. Da mehr als die Hälfte des Oberschenkelkopfes in der knöchern-bindegewebigen Pfanne liegt, spricht man von einem Nußgelenk.

Eine ringförmige Gelenklippe (Labrum) aus Knorpel bildet den Rand der knöchernen Pfanne.

Die Gelenkkapsel wird durch kräftige Bandstrukturen verstärkt. Gelenkkapsel, Bänder und umliegende Muskulatur halten das Gelenk in seiner Position.

 

Schmerzen in der Leiste

Früh reagieren, sonst droht Arthrose

Verletzungen am Kniegelenk stehen mit Sicherheit an erster Stelle, wenn Sportler nach Unfällen den Arzt aufsuchen. Doch zunehmend führen auch Schmerzen in der Leiste Sportler in unsere Praxis. Die Gründe dafür sind selten unfallbedingt. Meist klagen die noch jungen Sportler über ständig zunehmende Leistenschmerzen, die schon seit längerer Zeit immer wieder auftreten. Dies kann viele Ursachen haben. Eine genaue Befragung des Patienten, verbunden mit einer exakten körperlichen Untersuchung, führt zur Klarheit darüber, ob die Beschwerden von der Wirbelsäule, den Sehnenansätzen (Adduktoren) oder vom Hüftgelenk direkt verursacht werden.

Vor allem bei Rotationssportarten wie Fußball, Handball oder Basketball, kann es zum Anschlagen des Schenkelhalses an der Hüftpfanne kommen. Ursachen hierfür sind oft knöcherne Fehlbildungen am Übergang Schenkelhals-Hüftkopf. Meist leiden diese Sportler an einer eingeschränkten Beweglichkeit (Hüftsteife). Die Schmerzen sind in der Leiste oder am Oberschenkel lokalisiert und können durch Beugung und Innenrotation ausgelöst werden.

Die sich wiederholenden Mikrotraumen führen zu Schäden an der Gelenklippe und am Knorpel der Pfanne. Unbehandelt führt dies unweigerlich zum Verschleiß des Gelenkes. „Wir sehen aus diesem Grund bereits bei jungen Sportlern die ersten Arthrosezeichen im Röntgenbild“, so Dr. Manfred Lais, Chirurg in der Praxisklinik, „das sollte unbedingt vermieden werden.“ Entscheidend ist durch eine genaue Untersuchung und zusätzliche bildgebende Verfahren wie Röntgen und Kernspintomographie eine Diagnose zu stellen. Ist die gesichert, kann durch Sportpause und Physiotherapie ein Therapieversuch unternommen werden. Falls sich keine Besserung ergibt, sollte das Hüftgelenk ähnlich wie das Kniegelenk mittels Arthroskopie (minimal-invasiv) untersucht und behandelt werden.

Mit zwei bis drei kleinen Schnitten kann eine Optik in das Hüftgelenk eingebracht werden. Behandlungen an der Gelenklippe, am Knorpel oder am Schenkelhals sind dann problemlos möglich. „Wir führen diese Eingriffe seit über 15 Jahren durch und haben schon viele Fußballspieler gesehen, die über viele Jahre an den Adduktoren behandelt wurden, obwohl das Hüftgelenk für die Schmerzen verantwortlich war“, betont Dr. Manfred Lais. Bei der Arthroskopie des Hüftgelenkes werden sowohl die Knorpel in der Pfanne wie auch am Hüftkopf untersucht und etwaige Schädigungen behandelt. An der Gelenklippe (Labrum), einer wichtigen Struktur, welche die Pfanne vergrößert und für eine stabile Hüfte verantwortlich ist, finden sich bereits im frühen Stadium Ein- oder Abrisse, die aber noch gut behandelbar sind. Im weiteren Verlauf kommt es dann zu Schädigungen am Pfannenrand und Ablösung des Knorpels. Dies führt unweigerlich zu einer frühen Arthrose. Die Schädigungen am Knorpel werden oft durch knöcherne Anbauten oder Fehlbildungen am Schenkelhals verursacht. Aus diesem Grund wird der Schenkelhals endoskopisch in seine ursprüngliche Form gebracht.

Das Ergebnis dieser Behandlung ist abhängig vom Zustand des Knorpels. Finden wir hier nur geringe Schäden und können ein geschädigtes Labrum noch erhalten, dann kann der Sportler wieder auf sein altes Belastungsniveau zurückkommen.

Bei älteren Patienten, mit bereits vorhandenen Arthrosezeichen, bleibt nur noch die Möglichkeit, den Prozess mit Hilfe der Gelenkspiegelung zu verlangsamen, um einen künstlichen Hüftgelenksersatz so lange wie möglich hinauszuschieben. Bei fortgeschrittenen Arthrosen mit Aufhebung des Gelenkspaltes und massiver Bewegungseinschränkung sind endoskopische Eingriffe nicht mehr sinnvoll. Mit einer Hüftprothese sind nach gegenwärtigem Stand der Entwicklung bewegungsintensive und leistungsbezogene Sportarten wie Tennis, alpines Skifahren oder Fußball nur noch eingeschränkt möglich. Wir sehen viele Fußballer im Alter von etwa 35 bis 40 Jahren, die bereits mit Arthrose in der Hüfte zu kämpfen haben. „Das Problem ist", gibt Lais zu bedenken, "dass sie für eine Hüftprothese noch viel zu jung sind." Auch wenn künstliche Gelenke mittlerweile für gut 15 bis 20 Jahre ein weitgehend beschwerdefreies Leben sichern, bleibt für die Patienten das Problem, sich in Zukunft wieder einer größeren Operation unterziehen zu müssen. Trotz moderner Operationsmethoden ist das kein Kinderspiel.

Mit Sicherheit muss der Informationsfluss zwischen Trainern, Betreuern, den Physiotherapeuten und den behandelnden Ärzten verbessert werden, damit die jungen Sportler bereits in der Anfangsphase richtig behandelt werden.Daher sollte das besondere Augenmerk zuerst auf konservative und präventive Maßnahmen gerichtet sein. Im Rahmen eines so genannten koordinativen Trainings lässt sich das Zusammenspiel aller Muskeln im Körper oder auch das Zusammenspiel einzelner Muskeln verbessern.

 


Download Infoblatt Hüftgelenk

Hüftgelenk (1,5 MiB)

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