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Hallux Valgus

Hallux Valgus / Fußchirurgie

Im Sommer ist er oft zu sehen, der sonst verborgen bleibt: der Hallux Valgus. Allgemein besser bekannt als Ballenzeh. Die Fehlstellung des Vorfußes, der große Knubbel am Großzehengrundgelenk ist jedoch nicht allein ein optischer Makel. Vielfach stellt er für die Betroffenen ein äußerst schmerzhaftes Problem dar, welches sich häufig nur durch eine Operation beheben lässt.

Ursache des Hallux Valgus sind meist zu enge Schuhe. Die wesentlichen Merkmale des Hallux  sind Abweichungen der Großzehe nach kleinzehenwärts (lateral), der Ballen an der Innenseite des Großzehengrundgelenkes, die Vorfußverbreiterung (Spreizfuß), die Schmerzhaftigkeit an der Fußsohle, die Drehung der Großzehe sowie begleitende Deformitäten an den kleinen Zehen.
In der Regel werden diese Beschwerden zunächst konservativ behandelt wie z.B. durch Schuheinlagen. Reicht dies nicht aus, wird ein operativer Eingriff notwendig.

In der Fußchirurgie gibt es folgende Operationsverfahren bei Hallux Valgus:

Fußchirurgie: Hallux Valgus OP nach Akin

Fußchirurgie: Hallux OP nach Akin
Hallux Valgus Operation nach Akin

Diese Hallux OP ist angezeigt, wenn eine Deformität für den Hallux Valgus verantwortlich ist. Unser Fußchirurg Dr. Quarck entnimmt ein Knochenkeil aus dem Grundglied mit Basis an der Innenseite; die Knochenenden werden wieder aufeinander gestellt und so die Achse des Grundgliedes korrigiert.

Fußchirurgie: Hallux Valgus OP nach Chevron

Fußchirurgie: Hallux Valgus OP nach Chevron
Hallux Valgus Operation nach Chevron

Diesen fußchirurgischen Eingriff führen wir bei leichter und mittelschwerer Form des Hallux Valgus durch. Dabei verwenden wir einen  Draht oder eine Schraube, die nach wenigen Wochen in örtlicher Betäubung wieder entfernt werden können.

Fußchirurgie: Hallux Valgus OP: Basiskeilosteotomie

Fußchirurgie: Basiskeilosteotomie bei Hallux Valgus
Basisteilosteotomie

Bei der schweren Form des Hallux Valgus ist die Basiskeilosteotomie ein Verfahren, das bei stabilen Gelenkverhältnissen angewandt wird. Dabei wird durch Entnahme eines Knochenkeils am 1. Mittelfußknochen dieser wieder gerade gestellt.

Fußchirurgie: Hallux Valgus OP nach Open Wedge Osteotomie

Fußchirurgie: Hallux Valgus OP nach Open Wedge Osteotomie
Open Wedge Osteotomie

Dieser fußchirurgische Eingriff wird bei der schweren Form des Hallux Valgus durchgeführt. Durch die neuen Implantate mit winkelstabiler Verschraubung kann der Patient frühzeitig wieder belasten. Der erste Mittelfußknochen wird durch ein Aufklappen des Knochens begradigt.

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Interview mit Dr. F. Quarck: Hallux valgus – mehr als nur ein kosmetisches Problem

Herr Dr. Quarck, was sind die Ursachen von Fußschmerzen, verbunden mit einem Hallux valgus?

Dr. Quarck: Beim Hallux valgus schiebt sich die Großzehe langsam in Richtung des kleinen Zehs. Ausgelöst wird dies durch eine Sehnenverkürzung der großen Zehe, bedingt durch ein Aus­einanderweichen der Mittelfußkno­chen. Der bekannte Knubbel entsteht schließlich durch das Herausdrehen des Großzehengrundgelenkes und neigt zu Rötungen und Entzündungen, wenn er durch zu festes Schuhwerk eingeengt wird. Als Auslöser des Hal­lux valgus gelten zum einen zu hohe und zu spitze Schuhe und zum ande­ren eine genetische Veranlagung, da die Erkrankung familiär gehäuft auf­treten kann.

Wie gehen Sie während der Behandlung des Hallux valgus vor?

Dr. Quarck: Zunächst versuchen wir na­türlich alle konservativen Mittel auszu­schöpfen. Das reicht leider jedoch nicht immer aus, so dass wir bei einigen Patienten nur noch mit einer Operation helfen können. Verschiedene Operati­onstechniken ermöglichen die Umstel­lung des Großzehengrundgelenkes, so dass die normale Abrollfunktion des Fußes wiederhergestellt werden kann.

Worin unterscheiden sich die verschiedenen Hallux OP im Wesentlichen?

Dr. Quarck: Es stehen unterschiedliche Verfahren zur Verfügung, die sich nach dem Stadium der Fehlstellung richten. Ist eine Deformität hauptsächlich zwischen Grund- und Endphalanx für den Hallux valgus verantwortlich, so wenden wir die Operation nach Akin an. Hierfür wird ein Knochenkeil aus der Innenseite des Grundgliedes genommen. Dann werden die Knochen neu aufeinandergestellt und ausgerichtet. Bei leichten bis mittel­schweren Fällen wenden wir hingegen die Operationsmethode nach Chevron an. Hierbei tragen wir den Knochen des Großzehengrundgelenkes zunächst ab. Um die Achskorrektur zu erreichen, wird das Köpfchen des Mittelfußknochens abgetrennt und dann ca. 3-5 mm in Richtung kleiner Zehe verschoben. Dort wird es mit Draht und kleinen Schrau­ben fixiert. Diese werden später, nach einigen Wochen, in örtlicher Betäubung wieder entfernt.

Wer unter einer schweren Verlaufsform leidet, hört oft, dass eine „Versteifung“ das Mittel der Wahl ist.

Dr. Quarck: Tatsächlich wenden auch wir diese Verfahren an. Bei einem schweren Hallux valgus kommt sowohl eine Ver­steifung des ersten Mittelfußknochens, die so genannte Lapidus-Arthrodese, mit dem Fußwurzelknochen infrage, als auch, bei stabilen Gelenkverhält­nissen, die Basiskeilosteotomie. Bei dieser Technik richten wir während der Operation durch die Entnahme eines Knochenkeils aus dem 1. Mittelfußknochen den großen Zeh neu aus und fixieren ihn dann. Wel­ches Verfahren letztlich angewandt wird, hängt von der Schwere der Fehl­stellung, der Knochen­qualität und letztlich von der Aktivität des Patienten ab.

Mit dem letzten Punkt sprechen Sie eine große Sorge vieler Patienten an, nämlich die Angst für längere Zeit nicht mobil zu sein. Wie lange dauert es, bis die Patienten nach einer Hallux OP wieder fest auf beiden Füßen stehen können?

Dr. Quarck: Bei der Korrektur eines leichten bis mittelschweren Hallux wird direkt nach der OP ein Spezialschuh, der eine besonders starre Sohle besitzt, angelegt. Die erste Zeit sollte der Patient Gehstützen benutzen. Wenn die Schmerzen abklin­gen, kann der Schuh bzw. der Fuß dann auch voll belastet werden. Die Tragezeit beträgt ca. vier Wochen, danach ist auch wieder normales Schuhwerk möglich. Bei schweren Formen wird ebenfalls der Spezialschuh angelegt, die Entlastung mit Gehstützen und die Tragedauer des Schuhs sollten jedoch mindestens sechs Wochen betragen. Die Arbeitsunfähigkeit liegt bei vier bis sechs Wochen bei leichten bis mittelschweren Formen und rund acht bis zehn Wochen bei schweren Formen. Bei Patienten, denen eine schnellere Re­generation sehr wichtig ist, können auch teilbelastungsstabile Operationstechni­ken wie die Opening-Wedge-Osteotomie, die auch bei schwerem Hallux valgus in Frage kommt, angewendet werden. Hier­für wird der Mittelfußknochen wiederum begradigt und schließlich mit einer win­kelstabilen Platte refixiert. Der Fuß ist an­schließend schnell wieder belastbar, wo­bei die Beweglichkeit des Gelenkes und die Abrollfähigkeit des Fußes nicht be­einträchtigt werden. Generell muss man jedoch betonen: Die eine, richtige Hallux-Operation gibt es nicht. Welche Opera­tionstechnik für den Patienten an­gezeigt ist, wird durch die Schwe­re der Deformati­on und die Qua­lität der Knochen bestimmt.

Herr Dr. Quarck, vielen Dank für das Gespräch.

 


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Hallux Valgus (1,6 MiB)

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